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Von Anwälten, Hundefreunden und Rottweilern ...oder

April, April

In der Regel nimmt man sich einen Anwalt wenn einem Unrecht wiederfahren ist und nicht um selbst Unrecht zu erfahren, dass aber genau das passieren kann möchte ich hier berichten, denn mir ist es passiert. Den Anfang nahm diese für mich immer noch unfassbare Geschichte, die i.ü. immer noch nicht vorbei ist, am 01. April 2006

Es war einmal ein schöner Tag 2006, der 1. April, naja, zumindest fing er gut an, ein Samstag mit schönem Wetter und guter Laune, geendet hat er für mich erst mal mit einem gebrochenem Bein im Krankenhaus.
Alles in allem noch kein Grund darüber eine große Story zu schreiben, wenn nicht die ganze Sache bis heute dauern würde - und noch kein Ende abzusehen ist - sollte dem jemals so sein werde ich es natürlich hier vermerken.
Der Tag fing gut an, ich fuhr mit Sina und Scotty zum Hundeplatz nach Groß Gerau, dort haben wir noch Jaqueline mit ihren Hunden getroffen und ein bisschen geübt. Nachdem wir fertig waren brachte ich die Hunde ins Auto, zeitgleich kamen weitere Mitglieder u.a. der damalige Vorsitzende Herr Ott. Bei der Unterhaltung, wir waren zu dritt, wurden die beiden Rottweiler des Herrn Ott aus dem Auto gelassen und rannten mit einer Schäferhündin um die Wette. Wir standen locker im Gespräch als die Hunde mit einem Affenzahn auf uns zusprangen, dabei rannte mir die größte Hündin im vollen Lauf mit dem Brustkorb seitlich ins Bein. Ich spürte gleich da ist was kaputt, bin natürlich sofort in die Knie gegangen, und es wurde mir schlecht. Die Rottweilerhündin schaute sich nur kurz um, verwundert über den Dussel (ich) der im Weg rumstand und rannte weiter.
Herr Ott und der Besitzer der Schäferhündin halfen mir dann auf die Ladefläche vom Auto, laufen konnte ich nicht mehr. Dort lies man mich sitzen, der gute Herr Ott ging dann auf den Hundeplatz, er hatte schließlich wichtigeres zu tun. Der Hundeführer, der nichts mit dem Unfall zu tun hatte, half mir letztendlich und fuhr mich ins Krankenhaus. Bei mir war schlicht nichts mehr möglich. Seit diesem Tag habe ich von Herrn Ott, dem Führer der beiden Rottweiler, nichts mehr gehört habe, nicht mal ein lapidares ".. wie geht's?"...ist ja auch erst ein paar Jahre her. Witziges Randdetail, Herr Ott behauptete anschließend das es nicht seine Hündin gewesen wäre, bzw. konnte er sich absolut an nichts erinnern! Erfreulicherweise blieb auch hier der nette Kollege eine große Hilfe und bestätigte später, für die Versicherung, "die Identität" des Hundes.
Im Krankenhaus verbrachte ich dann den Rest des Samstages, das Ganze geschah so gegen 14:00, zuhause war ich dann Abends mit folgender Diagnose:
  1. Schienbeinkopfbruch
  2. Meniskusabriß
  3. Innenbandabriss
  4. Außenbandabriß
EIN KLEINER MEDIZINISCHER EXKURS
Ein Schienbeinkopfbruch stellt eine schwerwiegende Verletzung des Kniegelenkes dar. Er entsteht meist als Folge von Verkehrsunfällen oder nach Stürzen auf das Kniegelenk  !
Ich hatte dann am darauffolgenden Dienstag meinen OP Termin. Im Krankenhaus lag ich dann eine Woche, bei der OP wurde u.a. aus dem Becken Knochen entnommen und in den Schienbeinkopf gesetzt, diese Wunde war ätzend da sie direkt an der Hosennaht war ...nur so nebenbei. Alles in allem war ich 6 Wochen krankgeschrieben und habe mich anschließend hinkend zur Arbeit geschleppt. Da ich wie oben erwähnt nie etwas von Herrn Ott hörte (alle anderen Mitstreiter des Hundevereins hatten sich bis dato bereits gemeldet) entschloss ich mich am 14. April 2006 einen Anwalt einzuschalten und Schmerzensgeld einzuklagen.
Das könnte ja das Ende der Story sein, so in etwa: ich bekam Schmerzensgeld gezahlt und die Sache ist nun zwar nicht ganz vergessen, aber ausgestanden. Denkst`e....weiter ging es ....mit dem sogenannten "Anwalt"  Herrn Herbert B. aus Raunheim (damals noch Anwalt, später nicht mehr).

Der Anwalt - oder - April April die Zweite

Nun ich sprach also mit einem "Anwalt", meine Wahl fiel bewusst auf einen aus Raunheim, da ich zu diesem Zeitpunkt absolut nicht mobil war. Der gnädige Herr hatte damals seine Kanzlei in der Mainzer Straße, das ist in Wurfweite von uns entfernt - nun ja er kam dann auch mit seinem damaligen Adjutanten gelaufen und nahm sich großmütig meiner Sache an. Es folgte das übliche Prozedere, Aufnahme der Daten, Unterschriften leisten, etc.. Nachfragen meinerseits in den nächsten Monaten, wurden mir, wenn überhaupt, nur sehr ausweichend beantwortet. Um nur einige Beispiele zu nennen:
  1. Das Endgutachten fehlt noch (mehrfach)
  2. Wir müssen warten um eventuelle Folgeschäden mit aufzunehmen
  3. Es kann nur noch ein paar Monate dauern (mehrfach)
  4. Mehrere Fake-Briefe die angeblich an die Versicherung  gesendet wurden als die Sache längst abgeschlossen war
  5. Bis Ende des Jahres ist die Sache erledigt (mehrfach)

Aktion zum Dritten

Am 14.11.2008 wurde es mir (endlich ich Dussel!) zu blöd und ich habe, auf Anraten eines anderen Anwaltes, bei der Allianz den Sachstand nachgefragt, mit dem Ergebnis das der sogenannte Rechtsanwalt bereits in 2006 eine Summe von 7.800 EUR eingestrichen hat, die er anscheinend doch für sich selber besser verwenden konnte. Er hatte schon am 30.08.2006 die Summe von 2.000 EUR, am 23.11.2006 die Summe von 5.000 EUR und am 30.11.2006 dann sein "Honorar" von 806,20 EUR von der Versicherung überwiesen bekommen. An sich schon bizarr, er ist fürs stehlen auch noch bezahlt worden.

Lange Rede kurzer Sinn, seit dem 14.11.2008 habe ich einen Anwalt gegen den "Anwalt" und es wurde Klage gegen Herrn Herbert B. aus Raunheim gestellt. Selbiger fühlte sich nicht mal bemüßigt auf die erste Fristsetzung zur Überweisung des Geldes zu reagieren (man braucht's schließlich für sich selber). Am gleichen Tag habe ich noch die Anwaltskammer FFM informiert und von dieser Seite die Information bekommen, dass der Gnädige Herr zwischenzeitlich aus der Liste der Rechtsanwälte gelöscht wurde. Er hatte zu diesem Zeitpunkt u.a. eine Erbschaft in Höhe eines Einfamilienhauses unterschlagen. Nun jeder muss sehen wo er bleibt und schwer arbeiten für sein Geld mag keiner gerne. Hier ein Auszug aus dem lapidaren Brief der Anwaltskammer (zum Vergrößern anklicken):

 Antwort Anwaltskammer

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT?
Trau selbst deinem Anwalt nicht !

Es ist schon interessant, der Einzige der wirklich nichts dafür konnte, weil keine Absicht dahinter steckte, war die Rottweilerhündin, "die wollte nur spielen".... Der damalige Hundeführer Herr Ott, sah keinen Grund mir auch nur gute Besserung zu wünschen, nicht mal mit einer Postkarte, und dieser sogenannte Anwalt nahm jede Gelegenheit war sich bestmöglich zu bereichern - nicht nur an mir, auch an Anderen. Er hat dann auch wacker, trotz Aberkennung des RA Titels, weiter Verfahren bestritten, diese kriminelle Energie sucht durchaus Ihresgleichen. Zudem ist er immer noch in der CDU Bischofsheim aktiv tätig. Geht es der Partei so schlecht das sie auf solche Mitglieder angewiesen ist?

Die Kanzlei in Raunheim, wurde u.a. auf Druck meines Anwaltes geräumt und restliche Mandanten von der Kanzlei Simrock, Dr. Bergmann und Dr. Göbel aus Offenbach abgewickelt. Meine Strafanzeige verlief im Sande da er bereits für andere Verfahren  eine Strafe erhalten hatte und meine daher, lt. Staatsanwaltschaft, nicht mehr ins Gewicht fallen würde! Dumm gelaufen - anklicken lohnt sich.

Eines ist jedenfalls sicher, und wenn ich die kompletten 30 Jahre warte, ich werde auf keinen Cent freiwillig verzichten.

Alle Angaben können bei mir auf Anfrage gerne eingesehen werden, das betrifft die Schreiben der Anwaltskammer FFM, der Titel - auf 30 Jahre, das Schreiben des Gerichtes Darmstadt, Anwaltskorrespondenz etc..

Und es sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh denn es könnte schlimmer kommen. Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer!

LÄCHLE!!!

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