Dummytraining
Eine sinnvolle Beschäftigung.
Ein schöner Überblick ist unter
Labrador-infos zu finden - es ist aber für alle apportierfreudige Hunde geeignet. Keine Ausreden!
Ausrüstung
Die gibt`s im Grunde in jedem gut sortierten Dogshop, und ist durchaus erschwinglich
Weiterführende Bücher
Wer bei Amazon Dummytraining eingibt hat die Qual der Wahl, das Buch das ich mir besorgt habe ist meiner Ansicht nach sehr übersichtlich und leicht
zu verstehen, mit vielen Grafiken.
LETZTES UPDATE:
19.08.2011
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Trainer: Ich selber und ein Buch. Nachdem ich vor einiger Zeit
Zuschauer bei einem Dummytraining war hatte ich Blut geleckt. Diana, eine
Hundesportkollegin hatte mich darauf aufmerksam gemacht, sie arbeitet mit ihrem
Labrador Retriever "Enyo" seit einiger Zeit u.a. im Dummytraining um den Hund
auszulasten und ihn einem Retriever entsprechend zu beschäftigen. Da das Training um die Ecke stattfindet bot es sich für mich an.
War sehr interessant, vor allem als ich den unterschiedlichen Trainingsstatus der einzelnen Hunde gesehen habe. Da lagen teilweise
Welten dazwischen. Mein Scotty hätte sofort so manch einen gestandenen Retriever geschlagen!
Das Dummytraining fordert den Hund vielschichtig, zum einen wird die
Aufmerksamkeit und Ausdauer geschult, zum anderen die Selbstständigkeit, da der
Hund relativ weit weg vom Führer arbeitet und später auch ohne Einweisung suchen
muss.
Nachdem ich also der Trainingseinheit beigewohnt hatte, und überzeugt war das es
ebenfalls etwas für meine Hunde ist, habe ich mir kurzerhand die Ausrüstung
gekauft und natürlich wieder ein Buch, das mindestens 30ste in meiner Sammlung.
Dann ging es los, zu meiner Überraschung besser als ich dachte, aufgrund des
langjährigen Obediencetrainings können beide Hunde ja bereits perfekt apportieren
und unterscheiden dabei sehr genau zwischen Spiel und Arbeit.
Im Nachhinein ärgert es mich das ich nicht schon früher damit angefangen
habe, sowohl Sina als auch Scotty sind mit Feuereifer dabei, wenn ich die Tasche
öffne weichen sie nicht mehr von meiner Seite, ein unbemerktes "verlieren"
eines Dummys ist unmöglich bzw. klappt höchstens einmal. Der Aufbau wurde von
mir wie im Retriever Training gelernt bzw. analog zur Beschreibung im Buch
durchgeführt, erst auf gerader Fläche
den Dummy werfen, markieren lassen und losschicken. Dann einen Werfer einsetzen,
Elodie ist dabei eine große Hilfe, sie warf zu Beginn direkt vor sich, damit sie der
Ausgangspunkt für den Hund ist, später wird der Dummy von ihr weg geworfen, das heißt der Hund muss an ihr vorbei rennen um den Dummy zu finden.
Elodie brrrr `t sehr schön. Mittlerweile übe ich im Wald indem ich die
Dummys von mir weg werfe so dass sie direkt voraus suchen müssen. Wir sind jedoch gemessen an den Anforderungen die totalen Beginner, was uns
nicht weiter stört, Hauptsache es macht Spaß. Im Anbetracht des Alters der Hunde werde ich dies nicht mit der Konsequenz betreiben wie damals Obedience
aber doch so das alles stimmt. Mich interessiert vor allem immer wie die Hunde lernen, aufgrund des langjährigen
Übens kann ich ganz sicher sagen sie lernen
wesentlich einfacher und schneller als früher, dies kann allerdings auch daran liegen das ich die Hunde jetzt kenne und besser auf sie eingehen kann.
Impressionen aus dem Dummytraining mit einem Retriever
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| Enyo beim Apportieren |
Formnote 4 (Halteabzug) |
Formnote 2 (besser...) |
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| Hasenfell.....Enyo kurz vor der Hinrichtung |
....nach der Standpauke, wieder voll da! |
ich bin doch auch nur ein Hund... |
BAUSTELLE und ERFAHRUNGEN
Die Pfeife bzw. die Pfiffe, sind mittlerweile eingeübt, auch der "Suchenpfiff"
sitzt, dieser wurde von mir über das Verstecken von Fleischwurststücken oder Tennisbällen
im Boden, sowie der Leckerli Suche eingeübt. Die Hunde werden dabei nach dem Auslegen losgeschickt, wenn sie an der Stelle sind wird gepfiffen.
Die Pfiffe hatte ich zu Beginn, auf den Ratschlag einer mit Dummytraining erfahrenen Hundeführerin, im Auto geübt,
mit dem Fazit das mir die Ohren wegflogen, das ist ätzend laut im Auto - fällt definitiv unter Körperverletzung!
Werde mich beizeiten revanchieren. Den "Zurückkomm-Pfiff"
übte ich ebenfalls mit Fleischwurst als Superleckerli. Vom Prinzip her wird gepfiffen wenn die Hunde ein Stück Voraus laufen, beim zurückkommen
gibt es das Stück Wurst. Diese Übung begriffen die Hunde sehr schnell. Dieser Pfiff hat zudem noch den Vorteil der Neutralität, so dass eventuelle Stimmungsschwankungen
in der Stimme für den Hund nicht ersichtlich sind. Das wird beim nächsten Hund ebenfalls vom Welpenalter an eintrainiert.
Es kristallisiert sich auch hier leider wieder ganz klar heraus, dass Sina nun doch nicht mehr die fitteste ist, für Scotty kann ich 3 Dummys auf einmal
auswerfen und ihn 3 x schicken, kein Problem, bei Sina klappt es nur einmal, den
Zweiten hat sie dann schon vergessen. Sie ist erst 8 Jahre alt, bei ihr bewahrheitet sich leider der uralte Spruch:
Man hat 4 Jahre einen jungen Hund, 4 Jahre einen guten Hund und 4 Jahre einen alten Hund
Wobei es kein Drama ist, da wir keine Wettkämpfe mehr machen, generell hat Sina für Dummytraining sehr gute
Voraussetzungen, da sie sehr ruhig
sucht und nicht wild in der Gegend herum rennt, wie es der Dackel bisweilen macht, allerdings ist Scotty ungeschlagen was suchen und apportieren betrifft.
Der Jagdhund kommt hier voll zur Geltung.
WEITERE EINFACHE DUMMYÜBUNGEN
Sehr schön ist die Integration in den Spaziergang, wobei ich versuche einen Dummy unbemerkt fallen zu lassen und dann nach einiger Zeit
einen Hund zurück schicke. Dies ist sehr schön zu üben, die Distanz wird mit der Zeit vergrößert. Das Problem dabei ist es den Dummy wirklich unbemerkt
fallen zu lassen, da die Hunde, sobald ich die Dummys dabei habe fast nur bei mir kleben um nichts zu verpassen. Hier ist Elodie eine große Hilfe, sie
übernimmt dann diesen Part.
Ebenfalls sehr einfach durchzuführen ist die Verlorenensuche, hier werfe ich in ein Wald- oder Wiesenstück und die Hunde müssen nur suchen, ohne Anweisung
oder Unterstützung meinerseits.
FAZIT
Dummytraining ist hervorragend für jeden geeignet der sich mit seinem Hund beschäftigen will (sollte im Grunde jeder - machen aber leider nicht viele.....)
es ist in jeden Spaziergang ohne viel Aufwand integrierbar, die Bindung zum Hund wird stärker und er ist ausgelastet da er Nasenarbeit leisten muss.
....meine schlafen anschließend hervorragend. Super Beschäftigung!
Ein weiterer, unschätzbarer Vorteil ist das nur wenig Equipment gebraucht wird, im Gegensatz zum Obedience - hier bin ich grundsätzlich mit riesiger
Tasche unterwegs. Dummys an den Gürtel und los geht's.
AUSRÜSTUNG:!
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